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Das Erste 1997

Bericht vom Cobra IG-Treffen in Lelystad, Holland, vom 17. bis 19.05.2026

Eher rein zufällig haben Michael Bräunig und ich uns als Organisatoren für das erste Treffen 1997 der neu formierten Cobra IG zusammengefunden. Auf einer Vorstandssitzung Anfang 1997 wurden wir ,,demokratisch bestimmt", weil wir so schön nah an Holland wohnen und es ja ein internationales Treffen werden sollte. So die einfache Aufgabenstellung. Mehr wußte niemand. Alle anderen waren heil froh, nicht das erste Treffen organisieren zu müssen.

Ganz unvoreingenommen sind wir dann an die Sache ran gegangen. Nachdem ein geeigneter Ort (Rennstrecke NL-Lelystad) gefunden war, wurde dann konkret geplant.

Wir hatten uns alles so schön ausgemalt, waren etliche Male in Holland usw. usw.. Aber wie immer kommt dann alles ganz anders.

Die erste Schreckensmeldung, nachdem bereits alles fertig geplant war, kam einige Wochen vor dem Treffen aus England. Nur 1 Teilnehmer kommt, mit mindestens 30 Autos von der Insel hatten wir gerechnet. Die Ursache: der Bankholiday in England fiel nicht, wie im letzten Jahr, auf Pfingstmontag.

Alle Vorbestellungen für das Barbecue, den Grillabend sowie die Hotelzimmer haben wir stark reduziert. Anmeldungen aus Deutschland waren bis 2 Wochen vor dem Treffen noch sehr spärlich. Was tun? Abwarten!

Naja, dann meldeten sich auch die Nachzügler aus allen Ländern geradeeben noch rechtzeitig an. Ja und dann kam der Dienstag vor dem Treffen. Genauer gesagt, der Wetterbericht in der Tagesschau um 20.15 Uhr mit der Wetterprognose für das Pfingstwochenende. Ab dann stand das Telefon bis Freitag nicht mehr still.

Unsere Anfahrt nach Harderwijk gestaltete sich dann am Freitag im Pfingstverkehr als 5 1/2-stündiger Härtetest, für Nerven, Cobra und Service-Fahrzeug.

Dann kam endlich Samstag. Schönes Wetter in Renswoude, unserem ersten Treffpunkt. Wo bleiben die Teilnehmer? Zögerlich füllt sich der Platz. Kein Teilnehmer aus Holland in Sicht. Erst am Nachmittag kommen dann alle. In kleinen Gruppen ging es dann nach Harderwijk. Nachdem alle ihre Unterkunft begutachtet hatten, wurde im Hotel de Stadsdennen das Barbecue eröffnet.

Unser 1. Vorsitzender hielt dann noch eine Rede in 3 Sprachen. Ob die holländischen Gäste auch alles in ihrer Landessprache verstanden hatten? Egal, geklatscht haben sie jedenfalls.

Das Wetter spielte mit, und so konnten wir bis weit in die Nacht hinein draußen bei herumfliegenden Fledermäusen gemütlich feiern.

Am Sonntagmorgen sammelten sich wieder alle auf dem Parkplatz am Hotel. Bei der Abfahrt wurden alle Cobras unter dem Banner der Cobra IG fotografiert. Mit Karten ausgerüstet fuhren wir in Richtung Edam, unserem ersten Ziel.

Auf dem alten Käsemarkt fanden dann trotz Pfingstausflugsverkehr fast alle einen Parkplatz. Ja und dann begann es zu regnen. Aber trotzdem machten viele ihren Stadtrundgang. Unser zweites Ziel, die Batavia, ein Seglernachbau von 1628, steuerten dann bereits die ersten Teilnehmer an.

Michael und ich fuhren als letzte los, um evtl. Liegengebliebenen zu helfen. Die letzte Gruppe hatten wir schnell eingeholt, denn unser jungster Teilnehmer, gerade mal 6 Wochen alt, forderte öfter eine Stillpause.

Abends gab es im Yachthafen von Strand Horst noch etwas vom Grill. Bei der anschließenden Verlosung wurden, außer vielen anderen Sachen, sogar SchokoladenCobras gewonnen. Gegen 22.00 Uhr setzte wieder etwas Regen ein. Recht müde von der langen Ausfahrt fuhren dann bereits alle zum Hotel.

Montagmorgen hieß es früh aufstehen und alles an der Rennstrecke in Lelystad vorbereiten. Der leichte Regen konnte keinen davon abhalten, zur Rennstrecke zu kommen.

Als erstes stand der Rundkurs auf dem Programm. Bei abtrocknender Strecke und immer besser werdendem Wetter versuchten einige ihre Proberunde sowie 3 Rennrunden zu fahren. Manche Stellen der Fahrbahn waren jedoch noch tückisch naß, sodaß einige wilde Dreher zu sehen waren. Auch mir erging es leider so.

Nach kurzer Zeit roch es bereits schön nach Gummi im Oval, allerdings auch nach Benzin. Unser Cobra-Fahrer Karl Lehmacher schüttete dies in jeder Kurve literweise aus dem undichten Tankdeckel, ohne es zu merken. Der Streckenbesitzer holte ihn in heller Aufregung sofort von der Piste.

Der nächste Programmpunkt war die 100- Meter-Beschleunigungsstrecke. Anfangs noch auf naßer Bahn wurden die Zeiten später immer besser. Hier tobten sich viele aus und muteten auf der Jagd nach guten Zeiten ihren Motoren höchste Drehzahlen zu. Auch ist etliches an Gummi abgefahren worden.

Beim letzten Programmpunkt sollte auf einer mit Pylonen abgesteckten 12x 12 m großen Fläche eine 180 Grad Wende als Geschicklichkeitstraining absolviert werden. Vorher wurde bei den Fahrzeugen eine Lärmmessung bei Standgas und 3000 U/min. vorgenommen.

Die Zeiten und Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet. Aus Platzgründen wurden nur die besten Zeiten von jedem Teilnehmer abgedruckt. Außer einer zum Korkenzieher verformten Kardanwelle und einem abgerissenen Anlaßer ist Gott sei Dank nichts passiert.

Pokale oder Preise wollten wir nicht ausgeben, um den Wettbewerb nicht zu sehr anzuheizen. Hier ein Kompliment an alle. Ihr wart trotz des Wettbewerbsgedankens sehr diszipliniert und sehr vernünftig. Nach den Äußerungen hat das wohl trotzdem den meisten Spaß gemacht.

Gegen 15.30 Uhr setzte dann bei vielen die Rennmüdigkeit ein, und die ersten machten sich schon auf den Heimweg. Einige drehten aber noch unermüdlich ihre Runden. Gegen 16.30 Uhr war dann das Treffen offiziell zu Ende.

Abschließend noch einige Anmerkungen:

Ihr, die Teilnehmer dieses Treffens, habt durch Euer zahlreiches Erscheinen, Euer diszipliniertes und geselliges Verhalten das Treffen gelingen lassen. Na ja, ein wenig Glück mit dem Wetter und etwas Planungsarbeit war auch notwendig. Michael und mir hat es jedenfalls so gut gefallen, daß wir gerne für 1998 wieder ein großes, internationales Cobra-Treffen organisieren möchten, wenn Ihr wollt. Vielen Dank.

Harald Hentschel


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