Carroll Shelby ist weltweit allen Motorsportfreunden ein Begriff. In den
Fünfzigern war er einer der besten Rennfahrer der Welt. Aber noch
berühmter wurde er dadurch, daß er, in Kooperation mit AC, die
Cobra aus der Wiege hob.
Die Cobra - einziger Rennwagen der je reguläre Staßenzulassung
bekam - wurde zur Legende. Die geniale Mischung aus Form, Kraft und Schnelligkeit
ist bis heute einmalig geblieben.
Nach dem Ende der offiziellen Serienproduktion 1968 wurde der Supersportwagen
mehr und mehr zum Liebhaberstück mit stetig steigendem Wert. Auch wenn
von Zeit zu Zeit unter der Bezeichnung 'Continous Series' für rund $450
000,00 noch einzelne Cobras von Hand gefertigt wurden, hörte man von
Shelby ( zumindest hier in Europa ) immer weniger. Dann durch seine
maßgebliche Beteiligung bei der Entwicklung des Dodge Viper trat er
wieder ins Rampenlicht. Zudem baute er aus 'noch vorhandenen alten'
Originalchassis in den vergangenen Jahren 28 neue Daytona Coupes, zum
Stückpreis von $ 500.000,00 .
Dann Anfang 1995 sickerte es durch: Carroll Shelby will die legendäre
Cobra in Kleinserie wieder fertigen. Vollkommen orginal wie die 65er Cobra
427 SC soll die Rennsportlegende auf Rädern als Serie CSX 4000 wieder
auf den Asphalt.
Bis auf Carroll Shelby Enterprises in Californien, dem Motorenwerk, waren
die anderen Firmen zu einer neuen Firma, Shelby American Inc.,
zusammengefaßt worden. Wegen fehlender Räumlichkeiten wurden in
Werkstat eines Gefängnis in der Wüste Nevadas Werkzeuge instandgesetzt,
neu gefertigt und die ersten Prototypen gebaut.
Durch Verzögerungen bei Planung und Bau verfügt Shelby American
bisher noch nicht über die notwendigen Poduktionstätten. Die neu
Fabrik soll aber Anfang 1998 eingeweiht werden.
So kommt es, daß, trotz des offiziellen Produktionsbeginns im Sommer
96, bis Anfang 97 nur rund ein Dutzend Cobras fertiggestellt wurden.
Die für eine Kleinserienproduktion nicht unerheblichen Vorbestellungen
und die, durch Zulieferprobleme im Frühjahr 97, zusätzlich
aufgetretenen Verzögerungen haben dazu geführt, daß nicht
nur die 97er Produktion innerhalb der ersten Monate komplett ausverkauft
war, sondern auch die 98er zu 80% vergeben war.
Nur zwei der begehrten Cobras kamen noch Ende 1997 nach Deutschland- die
einzigen für Europa. Dipl. Ing. Martin Drengenberg in Dortmund, der
deutsche Importeur, würde gerne noch die eine oder andere Cobra in USA
zukaufen. Da aber, bedingt durch die unterschiedlichen Zulassungsbestimmungen,
eine US-Cobra umgebaut und mit einem anderen Motor versehen werden muß,
sind die Kosten derart hoch, daß es unwirtschaftlich wird.
Wer also noch in absehbarer Zeit stolzer Eigentümer einer original Shelby
Cobra werden will, muß sich beeilen. Die Firma Drengenberg hat für
1998 bereits vorgesorgt, und Shelby Cobras reservieren lassen. Dennoch werden
voraussichtlich nur vier weitere der begehrten Sportwagen in 1998 nach
Deutschland, bzw. Europa kommen.
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